Husky

Der Husky ist ein Arbeitshund. Der Siberian Husky ist sehr selbständig, selbstbewusst und stolz, hat seinen eigenen Kopf (man kann hier auch von „Sturheit“ sprechen) und einen sehr ausgeprägtem Jagdtrieb.

Die Erziehung aufgrund des typischen nordischen Charakters dieser Hunde, ihrer Ursprünglichkeit und der nach wie vor bewahrten instinktsicheren Nähe zum Wolf sowie aufgrund ihrer Intelligenz recht schwierig sein. Ein Siberian Husky hinterfragt „seinen“ Menschen und dessen Befehle mit der Folge, dass viele „Erziehungstricks“ bei dieser Rasse an ihre Grenzen stossen. Warum zum Beispiel sollte ein Husky bei Fuss laufen, wenn 2 Meter neben dem Weg ein wundervoller, appetitlich aussehender und sicherlich mit viel Spass und Action zu jagender Hase verführerisch sein Stummelschwänzchen schwenkt? Als Gegenargument für soviel Spass, Spannung und Schmackhaftigkeit vermag ein schlichtes Leckerchen in der Hand des Besitzers sicherlich nicht zu überzeugen – übrigens ein anschauliches Beispiel auch dafür, dass ein Siberian Husky tunlichst nicht ohne Leine laufen sollte. Und da die Kirschen in Nachbars Garten bekanntlich immer viel besser sind, sollten Umzäunungen im eigenen Garten hoch genug sein, um dem neugierigen Siberian Husky ein Ausbrechen unmöglich zu machen.

Absolut entscheidend für die Erziehung ist neben Geduld und Gelassenheit eine lückenlose Konsequenz im Verhalten dem Hund gegenüber, die sofort mit Anschaffung zu beginnen hat. Gleichzeitig muss der Mensch sich – was selbstverständlich sein sollte, es aber oft genug leider nicht ist – von Anfang an intensiv mit seinem Hund beschäftigen, ihm beibringen, was notwendig ist und gleichzeitig von dem Hund lernen, auf welcher Basis dieser mit ihm zusammenarbeiten will. Das, was ein Siberian Husky tut, tut er entweder freiwillig oder gar nicht.

Das charakteristische Wesen des Siberian Husky ist  freundlich  und aggressionslos gegenüber Menschen, jedoch auch teilweise reserviert gegenüber fremden Personen. Er verfügt weder über die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes noch die beschützenden Eigenschaften eines Schutzhundes. Am liebsten hat der Siberian Husky weitere Artgenossen um sich, da er als Rudeltier nach einem sehr ursprünglichen sozialen Schema agiert. Dies sollte auch bei der Erziehung des Hundes berücksichtigt werden. Wird er einzeln gehalten, muss er unbedingt Anschluss an seine Menschenfamilie haben und auf jeden Fall ausreichend Beschäftigung und Bewegung. Derjenige, der als hauptberuflich Erwerbstätiger seinen Hund nach dem morgendlichen Joggen 8 Stunden allein in Wohnung oder Garten lässt, darf sich weder über zerlegtes Mobiliar noch über Garten im umgestalteten Bombenkrater-Design und erst recht nicht über die Beschwerden von Nachbarn über Lärmbelästigung durch Heulen wundern – ganz zu schweigen davon, dass er niemals in der Lage sein wird, eine wirklich funktionierende Beziehung zu seinem Siberian Husky aufzubauen.

Der Siberian Husky ist ein sehr anspruchsvoller Hund. In seinem Interesse sollte er nur von jemandem angeschafft werden, der bereit ist, diesen Ansprüchen zu genügen. Einem solchen Mensch wird ein Siberian Husky ein aufmerksamer, williger Begleiter und - entsprechend seinem Charakter – ein freudiger Arbeitshund sein.