24. Phantasien

Liebe Tierfreunde,

meine heutige Kolumne habe ich unter das Thema Phantasien einer Gassigeherin gestellt. Was ich damit meine? Lesen Sie!

Sehr oft, wenn ich ins Tierheim oder vom Gassigehen wieder nach Hause fahre, lasse ich meiner Phantasie freien Lauf. Dann spiele ich mit dem Gedanken, was würdest du machen, wenn du finanzielle Mittel nach deiner Wahl zur Verfügung hättest?

Eine ganze Menge!!!!!!

Wir haben zwar inzwischen unser neues Hundehaus und der Weiterbau für unsere Katzen, Arztzimmer, Büro usw. wurde begonnen, aber nach meinen Vorstellungen ist dies noch immer nicht genug. Zumal selbst die finanziellen Mittel dafür kaum ausreichen. Jetzt werden sicher viele denken, was will sie denn noch? Folgen Sie meinen Phantasien und ich bin sicher, sie denken hinterher genau wie ich und verstehen mich.

Wie gesagt, wir haben unser neues Hundehaus. Aber wir haben, wenn ich mich nicht verzählt habe, auch noch 12 alte Hundezwinger mit Hunden besetzt, die meiner Meinung nach nicht ganz den artgerechten Unterbringungen entsprechen. In ihnen „wohnen“ zwar überwiegend kleine Hunde, aber trotzdem sind diese Zwinger einfach zu klein.

Ich würde z. B. aus zwei dieser alten Zwinger einen machen. Was jedoch zur Folge hätte, dass dann weniger Tiere aufgenommen werden könnten. Wenn ich mich richtig erinnere, sollte auch der Altbau saniert werden. Auch das würde ich tun und in diesem ebenfalls aus zwei alten Zwingern einen machen.

Was ich auch noch wichtig finde und dementsprechend ändern würde – ich würde das gesamte Tierheimgelände mit einem entsprechend hohen Zaun einzäunen. Schade, dass man uns dafür keine Zäune von den verlassenen Geländen der ehemals stationierten und inzwischen abgezogenen Amerikaner überlassen kann. Oder doch???

Ich würde auch, was mein Hundeherz besonders hoch schlagen lassen würde, ein Hundefreilaufgelände errichten. Was dafür perfekt geeignet wäre? Ganz einfach – die große Wiese direkt neben dem Grundstück des Tierheims. Ich bin seit jetzt fast 6 Jahren Gassigeherin und ich habe in all diesen Jahren nicht einmal erlebt, dass dort wirklich etwas „Wertvolles“ gewachsen ist. Warum kann der jenige, dem dieses Stück wild wachsende Wiese gehört nicht einfach ein riesengroßes Hundeherz haben und sagen, liebes Tierheim, ich schenke es euch? Wie gut täte es unseren Hunden, einmal so richtig los zu flitzen, vor allem ohne Leine und mit verträglichen Art- und Spielgenossen auf einem entsprechend großen Gelände rumzutoben.

Ich schaue mir, wenn es meine Zeit zulässt, fast alle Sendungen mit Tieren, speziell Hunden an. Oder in meiner Hundezeitschrift, die ich abboniert habe, sind auch oft Tierheime anderer Orte dargestellt. Diese sind häufig groß und modern, was jedenfalls die Räumlichkeiten zur Unterbringung der Tiere betrifft. Haben diese großzügigere Sponsoren, hilft denen die Stadt oder Gemeinde besser? Dies sind dann Fragen, die mich schon nachdenklich machen und beschäftigen.

Viele, viele: „Ich würde …“ Schade, dass meine Phantasien nicht schon morgen Wirklichkeit sind.

Realität ist jedoch, dass unser Vorstand nach seinen zur Verfügung stehenden (leider nur begrenzten) Mitteln alles Erdenkliche unternimmt, um der Unterbringung der uns anvertrauten Tiere so gut es geht gerecht zu werden.

Vielleicht lesen diese Zeilen ja auch Menschen, die die Möglichkeiten haben, die ein oder andere meiner Phantasien zu ermöglichen oder ganz unbürokratisch zu helfen, etwas davon zu ermöglichen. Ich fänds toll - und träume erst einmal weiter.

In diesem Sinne - herzliche Grüße Ihre Tierfreundin

Marion Hame

 

Sie erreichen mich per E-Mail unter: Tierheimkolumne@aol.com