31. Fitness

Liebe Tierfreunde und Kolumnenleser,

beim täglichen Gassigehen kreuzen immer wieder Jogger, Radler oder Walker unseren Weg. In der heutigen Zeit wird „Fitness“ scheinbar groß geschrieben. Viele gehen ja sogar ins Fitness-Studio, um gegen eingerostete Knochen oder so manch kleines (oder großes) Fettpölsterchen anzugehen. Oft werden da sogar ganz schön heftige Monatsbeiträge bezahlt.

Ich habe es da besser. Warum? Ich habe meinen eigenen, persönlichen Fitnesstrainer – einen Fitnesstrainer auf vier Pfoten. Momentan ist es Rusty, der dafür sorgt, dass ich nicht einroste und nebenbei etwas für meine Figur tue. Man könnte ihn auch Rusty-Rastlos nennen. Dieser Hund ist so etwas von ausdauernd. Ich wünschte oft, ich hätte seine Kondition. Er läuft und läuft und läuft – und ich hinterher. Ein bis zwei Stunden machen ihm überhaupt nichts aus. Die einzige Verschnaufpause, die er mir dann gönnt ist, wenn wir an einem See vorbei kommen. Nicht etwa um mich dort abzukühlen. Nein, Rusty spaziert dann genüsslich hinein und schwimmt erst mal zwei bis drei kleine Runden. Anschließend wird sich kräftig das Wasser aus dem Fell geschüttelt und wenn ich nicht schnell genug bin, bekomme ich dann doch noch meine Abkühlung.

Rusty

Dann geht es „erbarmungslos“ weiter. Manchmal legt er aber auch eine kleine Schmusepause ein, die ich dann wiederum mit ihm genieße.

Sehen Sie, Gassigehen ist einfach gut für Mensch und Hund. Man ist an der frischen Luft, ständig in Bewegung und man tut etwas Gutes. Nicht nur sich selbst, sondern auch dem Hund, der dadurch für eine gewisse Zeit dem Tierheimalltag entfliehen und die vielen herrlichen Düfte draußen in der Welt erschnüffeln kann.

Ich glaube bei diesem guten Service muss ich mal darüber nachdenken, meinen Jahresbeitrag entsprechend anzupassen.

In diesem Sinne - herzliche Grüße Ihre Tierfreundin

Marion Hame

Sie erreichen mich per E-Mail unter: Tierheimkolumne@aol.com